1938 wurde im Raum Deggendorf die erste Autobahnbaustelle Niederbayerns eingerichtet. Es handelte sich um das Baulos 135 (Strecke zwischen Deggendorf und einem Waldstück südlich von Klessing) der Reichsautobahn 87 (Verbindung zwischen Regensburg und Passau). Im Mai 1938 war im Deggendorfer Donauboten zu lesen: „Nun wird es ernst mit dem Bau der Reichsautobahn in unserer Gegend.“ Im Gegensatz zur heutigen A3 sollte die Reichsautobahn in der Gegend von Deggendorf nördlich der Donau verlaufen. Das Los 135, in dem der Beginn der Arbeiten geplant war, umfasste etwa 5,7 Kilometer. Ebenfalls 1938 erfolgten die Grunderwerbsverhandlungen. Im Herbst nahm man die Arbeiten auf. Von der Firma Streicher, die den Auftrag für das Anlegen der Trasse (vor allem „Erd-, Wegebefestigungs- und Planierungsarbeiten“) erhalten hatte, und anderen Bauunternehmen wurden außerdem elf Wasserdurchlässe und sieben Unterführungen fertiggestellt. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden die Arbeiten weitgehend eingestellt. Im Rahmen einer zweistündigen Exkursion machten sich Kolleginnen und Kollegen der Fachschaften Geschichte sowie Politik und Gesellschaft der Aloys-Fischer-Schule mit Kreisheimatpfleger Florian Jung auf den Weg. Dabei wurden grundlegende Informationen zu den Reichsautobahnen und zur Trasse vermittelt sowie die heute in die Staatsstraße 2133 integrierten bzw. im Wald liegenden Kunstbauten vor Ort besichtigt.

